Darmbakterien und ihre Aufgabe

Hier erfährst du, warum so viele Bakterien im Darm leben. Du lernst, welche Aufgaben natürliche Darmbakterien erledigen. Wir zeigen dir, wie du gesunde Bakterienkulturen im Darm verankern kannst.

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2015 gründeten Paul und Leon gemeinsam fairment mit der Vision, Darmgesundheit einfach zu machen und lebendige Nahrungsmittel zurück in unsere Küchen zu bringen.

Hier erfährst du, warum so viele Bakterien im Darm leben. Du lernst, welche Aufgaben natürliche Darmbakterien erledigen. Wir zeigen dir, wie du gesunde Bakterienkulturen im Darm verankern kannst.

Was sind Darmbakterien eigentlich?

Gesunde Darmbakterien helfen dem Darm, Lebensmittel aufzuspalten und Nährstoffe zu verwerten. In der Antike pflegte der berühmte Arzt Hippocrates zu sagen:

Der Darm ist das Tor zum Leben.“

Das gilt noch heute. Die Darmwand ist dafür zuständig, Nährstoffe aus dem Darm in die Blutbahn zu schleusen.

Die Darmbakterien der Darmflora helfen, den Nahrungsbrei aufzuspalten. Der wissenschaftliche Name für Darmflora lautet Mikrobiota des Darms. Sie setzt sich aus vielen verschiedenen Mikroorganismen zusammen, darunter Viren und Pilze (1). 

Mediziner schätzen, dass durchschnittlich zwischen 500 und 1000 verschiedene Darmbakterien die Darmflora besiedeln (2). Interessanterweise unterscheiden sich die Darmbakterien bei jedem Menschen. Die Zusammensetzung der Darmflora ist so individuell wie die Persönlichkeit (3).

Präbiotika, Probiotika und Postbiotika

Wer sich mit Darmgesundheit beschäftigt, landet früher oder später unweigerlich bei folgenden Begriffen:

Bei Präbiotika handelt es sich um Ballaststoffe, die Nahrung für Darmbakterien liefern (4). Die lateinische Vorsilbe Prä bedeutet davor: Es handelt sich also um die Vorstufen, aus denen Darmbakterien die Energie für ihre Vervielfältigung beziehen.

Probiotika dagegen sind fertige Darmbakterien (5). Produkte mit Darmbakterien in der Apotheke enthalten Probiotika. Die Vorsilbe pro können wir mit vorwärts übersetzen. Diese Bakterien können die Darmflora direkt verbessern

Viele herkömmliche Probiotika werden durch Magen- und Gallensäure zerstört. Sporenbasierte Darmbakterien schützt die Sporenhülle während des Wegs durch das Verdauungssystem (6). Deshalb überleben sie bis in den Dickdarm, wo sie gebraucht werden.

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Die Erklärung von Postbiotika ist etwas komplizierter (7). Post bedeutet danach, anschließend. Dieser Begriff ist erst seit wenigen Jahren in Gebrauch. Bei Postbiotika handelt es sich um nützliche Substanzen, die der Stoffwechsel der Darmflora herstellt. Sie stärken die Darmflora und die Gesundheit. 

Allerdings streiten Forscher noch über die genaue Definition. Manche Wissenschaftler sehen Postbiotika als jede Substanz, die der Stoffwechsel von Mikroorganismen freisetzt und die eine positive Wirkung ausüben (8).

Hauptvertreter der Postbiotika sind

  • Polysaccharide,
  • Enzyme,
  • kurzkettige Fettsäuren
  • und andere Stoffwechselprodukte der Darmflora.

Welche Aufgabe haben Darmbakterien? 

Die Bakterien der Darmflora erfüllen folgende Aufgaben: 

1. Verdauung: Gute Darmbakterien unterstützen die Verdauung (9). Sie spalten die Bestandteile des Nahrungsbreis im Dünndarm und vor allem im Dickdarm in Makronährstoffe auf. Aus Ballaststoffen produzieren sie

  • Butyrat,
  • Propionat
  • und Acetat (10).

Diese kurzkettigen Fettsäuren liefern Energie für die Darmschleimhaut und unterstützen die Darmbewegungen. Außerdem sind sie an der Produktion des Schleims für die Darmschleimhaut beteiligt und sie stärken das Immunsystem.

2. Vitamine: Natürliche Darmbakterien wie sporenbasierte Bakterien oder Bifidobakterien stellen auch Vitamine her, unter anderem B-Vitamine wie

  • Biotin,
  • Riboflavin,
  • Vitamin B12,
  • Folsäure
  • und Vitamin K (11).

3. Immunsystem: Die Bakterien der Darmflora und das Immunsystem arbeiten eng zusammen (12). Gute Darmbakterien können Krankheitserreger vernichten.

Außerdem kommunizieren Bakterien im Darm mit den Immunzellen, die sich in der Darmwand befinden. Das trainiert das erworbene Immunsystem.

Zu den Aufgaben der Darmflora gehört auch, giftige Substanzen zu entschärfen, zum Beispiel polyzyklische aromatische Wasserstoffe und Nitrosamine (13).

Expertenhinweis: Außerdem aktivieren sie manche Medikamente der Pharmaindustrie, beispielsweise Sulfonamide, eine Gruppe von Antibiotika.

Welche Darmbakterien gibt es?

Im Allgemeinen teilt man Darmbakterien in gute und schlechte Darmbakterien ein. Allerdings gibt es bei Darmbakterien noch viel zu entdecken.

Ein 2021 veröffentlichter Meta-Review spricht von der dunklen Materie in unserem Darm (14). Die Wissenschaftler analysierten für ihren Bericht 826 Studien und kamen zu dem Schluss, dass die vollständige Beschreibung der Darmbakterien noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird.

Gute Darmbakterien

Was sind gute Darmbakterien? Es ist logisch, dass du dir an diesem Punkt diese Frage stellst. 

Hier sind positive Darmbakterien, die gut dokumentiert wurden:

  • Lactobacillus acidophilus (Laktobakterien, Laktobazillen, Milchsäurebakterien): Dabei handelt es sich um eine Gattung von Darmbakterien, von der bisher 261 Sorten bekannt sind (15).

    Sie produzieren kurzkettige Fettsäuren, ohne dabei Gase zu bilden. Dazu zählt auch die Milchsäure, die ihnen den Namen gegeben hat.

  • Bifidobakterien: Bisher haben Forscher rund 50 verschiedene Sorten von Bifidobakterien beschrieben.

    Allerdings werden ständig neue Arten entdeckt (16). Bifidobakterien unterstützen, unter anderem, die Verwertung von Proteinen und Kohlenhydraten.

  • Bacillus subtilis: Sporenbasierte Darmbakterienwie Bacillus subtilis (Heubazillus) Bakterienstämme, Mikroorganismen, die Sporen bilden können.

    Die Sporenform wirkt wie ein Panzer für die Bakterien, der sie vor der Säure im Magen und im Dünndarm schützt. Studien zeigen: Bacillis subtilis kann natürliche Antibiotika im Darm herstellen und sogar den Hefepilz Candida albicans verdrängen (17-18).

  • Bacillus coagulans: Darmbakterien bei Durchfall? Diese sporenbasierten Bakterienstämme können tatsächlich Durchfall stoppen, wie Studien belegen (19).

    Darüber hinaus haben viele Menschen mit diesen gesunden Darmbakterien gute Erfahrungen bei chronischen Darmkrankheiten gemacht wie Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und Reizdarm.

  • Bacillus clausii: Auch diese sporenbasierten Bakterien haben sich bei Durchfall als nützlich erwiesen.

    Interessanterweise überleben diese Bazillen viele Antibiotika. Sie werden deshalb häufig bei einer Behandlung mit Antibiotika verschrieben, um die Darmflora zu schützen (20).

  • Akkermansia muciniphila und Faecalibacterium prausnitzii: Diese beiden Bakterienstämme leben in enger Verbindung mit der Darmschleimhaut. Akkermansia micinphila nutzt den Schleim der Darmwand als Nährstoffquelle.

    Dabei entstehen Stoffwechselprodukte, die das Faecalibacterium prausnitzii ernähren. Diese Bakterienart produziert entzündungshemmendes Butyrat. Das wirkt sich günstig bei Entzündungen aus (21).

Schlechte Darmbakterien

Ungesunde Darmbakterien sind der Grund für zahlreiche Verdauungsbeschwerden, angefangen bei starken Blähungen bis hin zu Durchfall. Bei den Namen schlechter Darmbakterien sind besonders die Kolibakterien und die Staphylokokken bekannt.

Hier sind Beispiele weit verbreiteter Darmbakterien, die gesundheitliche Probleme verursachen.

  • Escherichia coli: Es gibt Hunderte Sorten von Kolibakterien. Manche können schwere Probleme verursachen, von Durchfall bis hin zu Nierenversagen (22). Problematisch ist, dass bestimmte Kolibakterien eine Resistenz gegen Antibiotika entwickelt haben. 

  • Staphylococcus: Bei Staphylokokken, speziell Staphylococcus aureus, handelt es sich um gefährliche Darmbakterien. Sie können nach ein paar Tagen schwere Entzündungen im ganzen Körper verursachen, unter anderem Abzesse, Hirnhautentzündung und Lungenentzündung (23).

    Wie Kolibakterien, können sie resistent gegen Antibiotika werden. Diese Darmbakterien stellen Krankenhäuser vor große Probleme.

  • Clostridium perfringens: Diese sporenbildenden Bakterien können im Darm Toxine bilden, die sogar eine Infektion mit Todesfolge auslösen können (24). Blutvergiftung, Darmverschluss oder eine gefährliche Erweiterung des Dickdarms können ebenfalls Folge von Clostridien sein.

Symptome für ein Ungleichgewicht der Darmbakterien 

Wie machen sich schlechte Darmbakterien bemerkbar? Bei einer gestörten Darmflora sprechen Mediziner von einer Dysbiose. Wenn Fäulnisbakterien im Darm überwiegen, leidest Du an typischen Verdauungsproblemen.

Ein Ungleichgewicht der Darmbakterien kann folgende Symptome verursachen (25):

  • Blähungen
  • Durchfall
  • Bauchschmerzen
  • Häufige Übelkeit
  • Erbrechen
  • Nährstoffmängel
  • Depressionen

Studien bringen ein Ungleichgewicht in der Darmflora mit zahlreichen Krankheiten in Verbindung, unter anderem chronische Darmerkrankungen, aber auch Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen (24-25). 

Was zerstört gute Darmbakterien?

Unsere Darmbakterien reagieren empfindlich auf zahlreiche Einflüsse. Ihr Feind Nummer 1 sind Antibiotika (26). Sie setzen der Darmflora stark zu.

  • Auch Schlafstörungen,
  • chronischer Stress,
  • Alkohol,
  • Rauchen,
  • Zucker,
  • Saatenöle,
  • Fertigprodukte und
  • mangelnde Bewegung

können gute Darmbakterien zerstören und zu einem Ungleichgewicht im Darm beitragen (27).

Wie kann man Darmbakterien aufbauen?

Wie kannst du schlechte Bakterien im Darm bekämpfen?

Die Antwort lautet: Gezielt die Darmflora aufbauen. Gute Darmbakterien aufbauen erfordert, unter anderem, eine ballaststoffreiche Ernährung. Faserstoffe liefern die Nahrung für gesunde Darmbakterien.

Eine Kur mit Probiotika kann ebenfalls helfen, gute Darmbakterien aufzubauen. Darüber hinaus hilft ein gesunder Lebensstil, gute Darmbakterien zu stärken.

Eine Ernährung mit

  • wenig Zucker,
  • gesunden Fetten
  • und reichlich Protein hilft, Darmbakterien ihre Arbeit zu erleichtern.
  • Regelmäßige Bewegung,
  • Stressmanagement
  • und guter Schlaf sind weitere Lifestyle-Faktoren für eine gesunde Darmflora (28). 

Fazit

Darmbakterien spielen eine entscheidende Rolle für unsere Verdauung und unsere gesamte Gesundheit.

Ein Ungleichgewicht der Darmflora kann schwere gesundheitliche Folgen verursachen, angefangen bei Verdauungsproblemen aller Art bis hin zu chronischen Erkrankungen.

Um die Darmflora zu stärken, bietet sich ein gezielter Aufbau mit guten Darmbakterien an. Als besonders hilfreich loben viele Fachleute dabei sporenbasierte Darmbakterien.

FAQ

Wie viele Bakterien gibt es im Darm?

Forscher schätzen, dass im Darm durchschnittlich 100 Billionen Darmbakterien leben. Sie können sich aus bis zu 5.000 verschiedenen Sorten zusammensetzen und wiegen bei einem Erwachsenen durchschnittlich 2 Kilogramm.

Wie lange darf man Darmbakterien einnehmen?

Es spricht im Prinzip nichts dagegen, die Darmflora ständig durch die Einnahme von Darmbakterien zu stärken. Am besten orientierst du dich an deinem Wohlbefinden. Eine Kur mit nützlichen Darmbakterien dauert in der Regel zwischen 4 Wochen und 3 Monaten.

Wie oft sollte man Darmbakterien nehmen?

Das hängt von dem Produkt ab. Am besten richtest du dich nach den Empfehlungen auf dem Etikett. Die SuperMikroben® von fairment nimmst du einmal am Tag gemeinsam mit einer Mahlzeit ein.

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Quellenverzeichnis:

  1. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4290017/
  2. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7043356/
  3. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22699609/
  4. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6463098/
  5. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20208051/
  6. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34600678/
  7. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC8750841/
  8. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23271068/
  9. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31315227/
  10. https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fendo.2020.00025/full
  11. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22940212/
  12. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35047537/
  13. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/803287/
  14. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC8201079/
  15. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32293557/
  16. https://journals.asm.org/doi/10.1128/microbiolspec.BAD-0010-2016
  17. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30873135/
  18. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30997554/
  19. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31203635/
  20. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC9230978/
  21. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35874661/
  22. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33231968/
  23. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28722898/
  24. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32644475/
  25. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30535609/
  26. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33166939/
  27. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34646011/
  28. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35157946/
  29. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34179053/

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