Bauchschmerzen verstehen

Dein Bauch ist hart und Schmerzen plagen dich? Schmerzen im Oberbauch mit verhärteter Bauchdecke können viele verschiedene Ursachen haben. Das bedeutet nicht, dass du dich mit ständigen Bauchschmerzen abfinden musst. Hier erfährst du, welche Arten von Bauchschmerzen es gibt und wie du sie behandeln kannst.

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2015 gründeten Paul und Leon gemeinsam fairment mit der Vision, Darmgesundheit einfach zu machen und lebendige Nahrungsmittel zurück in unsere Küchen zu bringen.

Dein Bauch ist hart und Schmerzen plagen dich? Schmerzen im Oberbauch mit verhärteter Bauchdecke können viele verschiedene Ursachen haben. Das bedeutet nicht, dass du dich mit ständigen Bauchschmerzen abfinden musst. Hier erfährst du, welche Arten von Bauchschmerzen es gibt und wie du sie behandeln kannst.

Hast du oft Bauchweh? Schmerzen im Bauch treiben dir fast die Tränen in die Augen? Schmerzen im Oberbauch treten oft mit einer verhärteten Bauchdecke auf.

Schlimme Bauchschmerzen kommen häufig regelmäßig wieder. Bauchschmerzen beim Gehen und Stehen sind schwer zu ertragen. Immer Bauchschmerzen zu haben, vertreibt die Lebensfreude.

Hier erfährst du, welche Ursachen für Bauchschmerzen infrage kommen und wie du sie lindern kannst. Informiere dich!

Was genau sind Bauchschmerzen?

Alle Arten von Schmerzen, auch Bauchschmerzen, gehen von Nerven aus. Bei Bauchschmerzen wird das sogenannte viszerale Nervensystem aktiv (1). Diese Nerven verbinden Organe im Bauchraum mit dem Rückenmark.

So erreichen Schmerzsignale das Gehirn. Verschiedene Gehirnregionen, besonders der Thamalus und die Insula, verarbeiten die Nervenreize aus dem Bauchraum (2). Der Thalamus agiert dabei wie eine Weiche, die Schmerzreize an die Insula weiterleitet

Dort werden die Empfindungen aus dem Bauchraum in Schmerzen übersetzt, die du spürst. Wie stark Bauchschmerzen sind und wie sie sich anfühlen, wird im Gehirn entschieden (3).

Deshalb können sich mentale Probleme auch im Bauch auswirken. Allerdings gibt es dabei noch viel zu entdecken. Die genauen Mechanismen der Schmerzempfindung bleiben Gegenstand wissenschaftlicher Forschung(4). 

Welche Arten von Bauchschmerzen gibt es?

Bauchschmerzen können in zahlreichen Variationen auftreten. Sie können sich ziehend, dumpf oder stechend anfühlen. Bauchweh kann sich auch als Krämpfe im Oberbauch oder Unterbauch bemerkbar machen.

Infobox: Darüber hinaus unterscheidet man zwischen akuten und chronischen Bauchschmerzen. Als chronisch gilt Bauchweh, wenn es länger als 3 Monate anhält (5). 

Bauchschmerzen können von verschiedenen Organen und Geweben im Bauchbereich ausgehen, darunter:

  • Magen
  • Darm
  • Leber
  • Galle
  • Nieren
  • Bauchmuskeln 

Ebenso vielfältig wie die Ausgangspunkte sind die Ursachen. 

Die Art der Bauchschmerzen kann auch Hinweise geben, was im Argen liegt:

  • Bauchschmerzen im Liegen sind häufig ein Anzeichen für gastroösophagealen Reflux, auch Refluxkrankheit genannt (6). Dabei fließt Magensäure in die Speiseröhre zurück und verursacht Schmerzen im oberen Bauchbereich.
  • Aber auch Muskelverspannungen können beim Liegen zu Schmerzen führen.
  • Stechen im Bauch wird oft von Entzündungen, Verletzungen oder Durchblutungsstörungen in den Organen des Bauchraums ausgelöst. Aber auch Gasansammlungen im Darm, Verstopfungen oder Verkrampfungen der Muskulatur können stechende Schmerzen verursachen (7). 

Oft können Ärzte die genaue Ursache von Bauchschmerzen nicht enträtseln (8). In diesem Fall spricht man von funktionellen Bauchschmerzen (9). Diese Schmerzen haben keine offensichtliche organische Ursache.

Sie werden oft als Reizdarmsyndrom (RDS) oder funktionelle Dyspepsie bezeichnet (10-11). Als Ursache kommt weder eine Krankheit noch eine Verletzung infrage. Dennoch können diese Funktionsstörungen im Magen-Darm-Trakt heftige Bauchschmerzen verursachen und die Lebensqualität stark beeinträchtigen.

Was sind die häufigsten Ursachen von Bauchschmerzen?

Die Gründe für Bauchschmerzen sind enorm vielfältig, zu den Auslösern zählen 

  • Infektionen
  • Entzündungen
  • Verletzungen
  • Störungen in Organen des Bauchraums

Hier ist ein Überblick über die häufigsten Ursachen von Bauchschmerzen.

Verdauungsstörungen: Wenn der Darm überempfindlich auf Nahrung reagiert, entstehen Bauchschmerzen. Du hast immer Bauchweh nach dem Essen? Lebensmittelunverträglichkeiten und Lebensmittelallergien können dahinter stecken.

Der Magen-Darm-Trakt signalisiert, dass er mit der Nahrung nicht zurechtkommt. Oft treten diese Bauchschmerzen gemeinsam mit einem Reizdarm oder anderen chronisch entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa auf (12).

Magengeschwür: Ein Geschwür zählt zu den häufigsten Ursachen für Bauchschmerzen. Dieses Geschwür bildet sich in der Schleimhaut des Magens oder im oberen Darmtrakt.

Auslöser ist oft eine Infektion mit Helicobacter pylori oder die langfristige Einnahme von nichtsteroidalen Entzündungshemmern (NSAIDs) (13-14). Diese brennenden oder stechenden Schmerzen im Oberbauch treten in der Regel nach dem Essen auf.

Ein Magengeschwür führt bereits 15 bis 30 Minuten nach einer Mahlzeit zu Schmerzen. Bei einem Geschwür im oberen Darmtrakt vergehen bis zu 3 Stunden (15).

Blinddarmentzündung: Dabei handelt es sich um einen medizinischen Notfall, bei dem du sofort zum Arzt gehen solltest. Die starken Schmerzen beginnen oft im Bereich des Bauchnabels und wandern dann in den rechten Unterbauch. Übelkeit, Erbrechen und Fieber können die Bauchschmerzen begleiten (16). 

Gallensteine: Feste Partikel in der Gallenblase können Schmerzen im Oberbauch verursachen, besonders häufig nach einer fetten Mahlzeit. Sie können die Gallenwege in der Leber blockieren und so auch Erbrechen auslösen. Wenn sich die Gallenblase entzündet, verschlimmert das die Schmerzen (17). 

Ursachen von Bauchschmerzen

Nierensteine: Nierensteine bestehen aus Mineralien und können verschiedene Größen haben. Wenn Nierensteine sich bewegen oder in den Harnleiter gelangen, können sie äußerst schmerzhafte Koliken auslösen.

Sie beginnen im unteren oder seitlichen Rücken und strahlen von dort in den Unterbauch oder die Leiste aus. Diese Schmerzen gehen oft mit Übelkeit, Erbrechen und häufigem Wasserlassen einher (18). 

Stress: Das sympathische Nervensystem wird bei Stress aktiv und setzt Stresshormone wie Cortisol und Adrenalin. Diese Hormone beeinflussen den Magen-Darm-Trakt und können zu verschiedenen schmerzhaften Verdauungsproblemen führen. Stressbedingtes Bauchweh wird oft als funktionelle Bauchschmerzen eingestuft (19).

Blähungen: Wenn sich Gas im Magen-Darm-Trakt ansammelt, drückt es auf die Darmwände und verursacht Schmerzen. Blähungen werden oft als krampfartig, drückend oder stechend beschrieben und können in verschiedenen Bereichen des Bauches auftreten. Blähungen können auch zu einem gesteigerten Völlegefühl, Aufstoßen und vermehrtem Rülpsen führen (20).

Menstruation: Die Periode geht oft mit Bauchschmerzen einher, die Regelschmerzen oder Dysmenorrhoe genannt werden. Dabei zieht sich die Gebärmutter zusammen, um die Gebärmutterschleimhaut abzustoßen.

Dieser Prozess kann zu krampfartigen Schmerzen im Unterbauch führen. Die Intensität der Schmerzen reicht von leichter Unannehmlichkeit bis zu starken, lähmenden Schmerzen (21).

Magen-Darm-Grippe: Diese Krankheit, auch als Gastroenteritis bekannt, löst oft eine Entzündung der Magen-Darm-Schleimhaut aus. Die Bauchschmerzen können sich krampfartig anfühlen und sind oft im gesamten Bauchraum zu spüren. Viren können diese Grippe auslösen, aber auch Bakterien und Parasiten (22).

Verstopfungen: Die Ansammlung von hartem Stuhl im Dickdarm kann Bauchschmerzen und Unwohlsein verursachen. Diese Schmerzen werden oft als krampfartig oder drückend beschrieben und machen sich im Unterbauch bemerkbar. Verstopfung kann auch Blähungen und Völlegefühl hervorrufen (2)

Divertikulitis: Diese entzündliche Erkrankung des Dickdarms verursacht Entzündungen in Divertikeln, kleinen Ausstülpungen der Darmwand. Diese Bauchschmerzen erscheinen oft im linken Unterbauch und können sehr schmerzhaft sein. Fieber, Übelkeit und Veränderungen im Stuhlgang begleiten häufig diese Schmerzen (24). 

Hernie: Eine Hernie tritt auf, wenn ein Organ oder Gewebe durch eine Schwachstelle in der umgebenden Muskulatur oder Bindegewebe hervortritt.

Hernien können an verschiedenen Stellen im Bauchraum auftreten, beispielsweise in den Leisten, am Nabel und am Zwerchfell. Die Schmerzen bei einer Hernie können variieren. Druck oder Anstrengung verstärken sie. Dann können sie in den gesamten Bauchraum ausstrahlen (25).

Refluxkrankheit: Sodbrennen und Schmerzen im oberen Bauchbereich sind oft auf gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD) zurückzuführen. Sie verschlimmern sich meist nach dem Essen oder im Liegen (6). 

Eierstockzysten: Diese mit Flüssigkeit gefüllten Säcke können starke Schmerzen verursachen, wenn sie besonders groß sind, sich platzen oder sich drehen. Die Bauchschmerzen können variieren, von einem dumpfen Druckgefühl bis zu scharfen, stechenden Schmerzen (26). 

Krebs: Verschiedene Krebsarten, darunter Darmkrebs, Magenkrebs und Bauchspeicheldrüsenkrebs, können sich durch Schmerzen bemerkbar machen. Wiederkehrende Schmerzen im Bauchraum ohne erkennbare Ursache können ein frühes Symptom für Krebs sein.

Infobox: Studien zeigen, dass rund jeder vierte Krebspatient zuerst Hilfe wegen Bauchschmerzen beim Arzt suchte (27).

Darmverschluss: Dieser medizinische Notfall ist mit starken Bauchschmerzen verbunden. Bei einem Darmverschluss, auch als intestinale Obstruktion bekannt, können Nahrung, Flüssigkeiten und Gase den Darm nicht mehr passieren.

Die Schmerzen sind oft krampfartig und im gesamten Bauchbereich zu spüren. Weitere Symptome können Erbrechen, Blähungen und Verstopfung sein. Die Bauchdecke kann sich sehr hart anfühlen (28).

Wann sollte man bei Bauchschmerzen einen Arzt aufsuchen?

Bei einer Schwangerschaft ist es ratsam, bei Bauchschmerzen immer zum Arzt zu gehen. In den folgenden Situationen solltest du ebenfalls auf jeden Fall so schnell wie möglich zum Arzt gehen:

Starke oder plötzliche Schmerzen: Wenn die Schmerzen extrem intensiv, plötzlich und anhaltend auftreten, brauchst du einen Arzt. Das ist besonders der Fall, wenn die Schmerzen mit Übelkeit, Erbrechen oder Fieber einhergehen. Dies könnte auf eine ernsthafte Erkrankung hinweisen, wie eine Blinddarmentzündung, Gallenblasenentzündung oder Darmverschluss.

Anhaltende Schmerzen: Wenn die Bauchschmerzen ohne Unterbrechung mehrere Tage hinweg anhalten, solltest du die Ursache erforschen lassen. 

Veränderungen im Stuhlgang: Wenn du Blut im Stuhl bemerkst, erkennbar auch als schwarzer Teerstuhl, ist ein Besuch beim Arzt unumgänglich. Anhaltende Verstopfung oder Durchfall sowie ungewöhnliche Stuhlmuster wie Bleistiftstuhl sind ebenfalls dringende Gründe, ärztlichen Rat einzuholen. 

Begleitende Symptome: Wenn schweres Erbrechen, Gewichtsverlust, Gelbsucht, Schwellungen oder andere Symptome die Bauchschmerzen begleiten, ist dies ebenfalls ein Warnzeichen. 

Expertentipp: Es ist wichtig, dass du bei Bauchschmerzen die Symptome sorgfältig beobachtest und im Zweifelsfall ärztlichen Rat einholst. Die rechtzeitige Diagnose und Behandlung von Bauchschmerzen kann bei schweren Erkrankungen lebensrettend sein.

Welcher Arzt bei Bauchschmerzen?

Bei Bauchschmerzen ist der Hausarzt der erste Ansprechpartner. Er kann die Symptome bewerten und eine erste Untersuchung vornehmen. In vielen Fällen kann der Hausarzt die Ursache für die Bauchschmerzen diagnostizieren und geeignete Behandlungen in die Wege leiten. Er kann dich aber auch an Fachärzte überweisen. 

Ein Gastroenterologe, ein Facharzt für Magen-Darm-Erkrankungen, ist bei Verdacht auf gastrointestinale Probleme wie Magen-Darm-Infektionen, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa oder andere Verdauungsstörungen zuständig.

Bei Problemen mit den Harnwegen kann ein Urologe besucht werden. Für vielfältige, schwer einzuordnende Symptome empfiehlt sich ein Besuch beim Internisten.

Expertenhinweis: Wenn du starke Bauchschmerzen hast, solltest du dich nicht scheuen, in die Notaufnahme zu gehen.

Wie werden Bauchschmerzen behandelt? 

Für Bauchschmerzen gibt es eine weite Bandbreite von Behandlungen. Schmerzmittel können rasch Abhilfe schaffen, sind aber nicht unbedingt die ideale Lösung.

Neben den Produkten der Pharmaindustrie gibt es verschiedene Hausmittel und alternative Ansätze, die Bauchweh lindern. 

Hausmittel gegen Bauchschmerzen

Leicht verdauliche Nahrungsmittel sind ein bewährtes Hausmittel zur Linderung von Bauchschmerzen. Sie können bei einer Vielzahl von Verdauungsbeschwerden Erleichterung bringen. 

  • Gekochter Reis beruhigt den Magen, ist faserarm und leicht verdaulich.
  • Bananen sind weich, gut verträglich und reich an Kalium, was bei Krämpfen helfen kann. 
  • Apfelmus enthält viel Pektin, das die Verdauung fördert und den Magen beruhigt. 
  • Gekochte Karotten enthalten Oligosaccharide (29). Sie sind leicht verdaulich und schonen den Magen. 
  • Knochenbrühe liefert wichtige Elektrolyte und Aminosäuren liefert, die bei Erkrankungen fehlen können. Sie kann auch den Flüssigkeitshaushalt unterstützen. Knochenbrühe versorgt den Körper mit Nährstoffen, wenn feste Nahrung schwer verträglich ist. 
  • Pfefferminzöl lindert Verdauungsbeschwerden und Krämpfe. Du kannst es mit Wasser verdünnen, den Bauch damit einreiben oder über einen Diffuser einatmen.

Wärme als Mittel gegen Bauchschmerzen

Die gute alte Wärmflasche ist ein bewährtes Hausmittel, um Krämpfe zu vertreiben. Heizkissen oder -decken erfüllen den gleichen Zweck. Ein warmes Bad kann ebenfalls entspannen und Bauchschmerzen mildern.

Wärme entspannt die Muskulatur im Bauchbereich. Außerdem erhöht es die Durchblutung im Bauchraum. Das kann dazu beitragen, Entzündungen zu reduzieren und Schadstoffe schneller aus dem Körper zu transportieren.

Wärme dämpft zudem die Aktivität der Nerven im Bauchbereich. Zudem kann das Gefühl von Wärme auf der Haut Stress und Angst reduzieren, was sich positiv auf das Schmerzempfinden auswirken kann.

Kräutertee bei Bauchweh

Kräutertees können Bauchweh lindern, weil sie mehrere wohltuende Wirkungen ausüben. Beispielsweise entspannen sie die Muskulatur des Magen-Darm-Trakts, was besonders bei Krämpfen, Blähungen oder anderen Verdauungsbeschwerden hilfreich sein kann.

Einige Kräuter, wie Kamille, hemmen zudem Entzündungen. Darüber hinaus wirken sie beruhigend auf Körper und Geist.

Nicht zu vergessen: Kräutertees versorgen den Körper mit Flüssigkeit, was bei Bauchschmerzen besonders wichtig ist.

Folgende Kräutertees haben sich bei Bauchschmerzen bewährt:

  • Kamille
  • Fenchel
  • Anis
  • Pfefferminze
  • Lindenblüten
  • Kümmel

Massagen und Ruhe 

Sanfte Bauchmassagen können helfen, die angespannte Muskulatur im Bauchbereich zu lockern. Sie verstärken die Durchblutung im Bauchraum. Das versorgt das Gewebe verstärkt mit Sauerstoff und Nährstoffen.

Massagen können außerdem Blähungen bewegen und so Erleichterung bringen. Sanfte kreisende Bewegungen im Uhrzeigersinn folgen dem natürlichen Verlauf des Darms und beruhigen ihn. 

Ruhe entlastet den Magen-Darm-Trakt ebenfalls. Entspannung und Techniken für Stressabbau wie Meditation oder Atemübungen können Schmerzen lindern. Außerdem kann Ruhe dem Körper Zeit geben, sich selbst zu heilen. Allerdings ist Ruhe als alleinige Behandlung bei schweren Bauchschmerzen nicht ausreichend. 

Akupunktur bei Bauchschmerzen

Akupunktur ist eine traditionelle chinesische Heilmethode, bei der feine Nadeln an bestimmten Akupunkturpunkten im Körper platziert werden. In der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) werden Bauchschmerzen als Blockaden oder Störungen im Energiefluss betrachtet.

Studien haben gezeigt, dass Akupunktur Endorphine freisetzen kann (30). Das sind körpereigene Opioide, die Schmerzen lindern. Eine 2021 veröffentlichter Meta-Review belegt, dass Akupunktur bei Bauchschmerzen am besten im Kombination mit weiteren Behandlungen wirkt (31).

Wie kann ich Bauchschmerzen vorbeugen? 

Du kannst Bauchschmerzen in erster Linie durch einen gesunden Lebensstil vorbeugen. Ein wichtiger Punkt ist, bekannte Trigger für Bauchweh zu vermeiden. Dazu zählen schwer verdauliche Lebensmittel wie Hülsenfrüchte.

Langsames, bewusstes Essen und gründliches Kauen unterstützt die Verdauung. Wichtig ist auch, viel zu trinken, idealerweise Wasser, Kräutertee oder alkoholfreies Bier.

Infobox: Wenn du auf bestimmte Medikamente angewiesen bist, solltest du mit deinem Arzt über mögliche Nebenwirkungen sprechen.

Stress reduzieren 

Stressbewältigung kann Bauchschmerzen vorbeugen, besonders bei funktionellen Bauchschmerzen. Studien zeigen, dass Meditation und Achtsamkeit Biomarker für Stress herunterfahren können (32).

Entspannungstechniken wie Yoga oder progressive Muskelentspannung haben sich ebenfalls bewährt. Auch tiefes Atmen kann Stress abbauen. Guter, ausreichender Schlaf ist ein weiterer wichtiger Punkt, um Stress zu verringern.

Nicht zu vergessen effektives Zeitmanagement: Wenn du deinen Tag gut organisierst, kannst du Terminstress vermeiden. Wenn du Stress verringern willst, analysiere deinen Alltag. So kannst du die Hauptursachen für deinen Stress erkennen und Gegenmaßnahmen ergreifen.

Ernährung anpassen

Wenn Verdauungsprobleme Bauchschmerzen verursachen, solltest du deine Ernährung anpassen. Dazu zählt in erster Linie, auf bekannte Trigger-Lebensmittel zu verzichten.

Dazu gehören:

  • Milch und Milchprodukte
  • glutenhaltige Getreide
  • kohlensäurehaltige Getränke
  • künstliche Süßstoffe.
  • Bei empfindlichen Menschen können stark gewürzte oder fettreiche Speisen Bauchschmerzen auslösen.

Menschen mit chronischen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn sollten mit Ballaststoffen vorsichtig sein. Besonders Getreide, aber auch Leinsamen, Chiasamen und Flohsamen, werden bei diesen Erkrankungen häufig nicht gut vertragen.

Bestimmte Präbiotika haben sich jedoch bewährt, um Verdauungsprobleme zu lindern und eine robuste Darmflora aufzubauen. Dazu zählen Oligosaccharide. Das sind Mehrfachzucker, die laut Studien das Wachstum nützlicher Darmbakterien fördern und Entzündungen hemmen können (33).

Eine ausgewogene und gesunde Darmflora kann Verdauungsbeschwerden und damit Bauchschmerzen vorbeugen. Eine Aufbaukur mit der Kombination von Präbiotika und Probiotika hilft dabei.

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Alkohol vermeiden 

Alkohol kann den Magen-Darm-Trakt reizen und zu Entzündungen führen. Alkohol regt die Produktion von Magensäure an, was zu Sodbrennen auslösen kann (37).

Außerdem beschleunigt Alkohol die Verdauung. Empfindliche Personen reagieren darauf mit Durchfall. Alkoholische Getränke können zudem Blähungen verursachen, ganz zu schweigen von der Belastung der Leber.

Alkohol wirkt harntreibend und entzieht dem Körper Flüssigkeit. Das fördert nicht nur Kopf- sondern auch Bauchschmerzen. 

Ausreichend Bewegen 

Regelmäßige körperliche Bewegung regt die Verdauung an, indem sie die Darmmuskulatur stimuliert. Das lindert Blähungen und verhindert Verstopfung. Außerdem stärkt es die Bauchmuskulatur, erhöht die Stabilität im Rumpf und verhindert Muskelverspannungen, die Bauchschmerzen auslösen können.

Bewegung hilft beim Gewichtsmanagement. Übergewicht kann Bauchschmerzen verschlimmern, besonders bei Reizdarm.

Nicht zu vergessen: Bewegung trägt zum Stressabbau bei. Darüber hinaus stärkt Bewegung die Stimmung und damit das allgemeine Wohlbefinden, ein wichtiger Faktor für den Magen-Darm-Trakt.

Fazit 

Bauchschmerzen solltest du nie auf die leichte Schulter nehmen. Sie können medizinische Notfälle signalisieren, beispielsweise Blinddarmentzündung oder Darmverschluss.

Die Ursachen für Schmerzen im Bauchraum sind vielfältig, weil alle Organe und Gewebe im Bauch die Schmerzen auslösen können. Den Grund für anhaltende Bauchschmerzen solltest du auf jeden Fall herausfinden und bei deinem Arzt auf umfangreichen Untersuchungen bestehen.

Falls dein Hausarzt keine Ursache findet, lass dich an einen Spezialisten überweisen!

Quellenverzeichnis:

  1. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32809678/
  2. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC10056254/
  3. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/10515983/
  4. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34678471/
  5. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33631744/
  6. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33946069/
  7. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK459328/
  8. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/24987023/
  9. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20694840/
  10. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30521231/
  11. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33049222/
  12. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5358086/
  13. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37081005/
  14. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/10749095/
  15. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30521213/
  16. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK493193/
  17. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/1486206/
  18. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK442014/
  19. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37565357/
  20. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/1152877/
  21. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/7001019/
  22. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/46444/
  23. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31900961/
  24. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33077029/
  25. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/24848843/
  26. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32809376/
  27. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29385513/
  28. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30215917/
  29. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37316066/
  30. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/15135942/
  31. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34925110/
  32. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28863392/
  33. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37571257/
  34. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC9590435/
  35. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC9525334/
  36. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19332970/
  37. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/8314520/

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